Helfer in der Briefmarkenstelle

Hans Peter Kurz

Als Hans Peter Kurz in Rente ging, warnten ihn Bekannte: Du wirst in ein Loch fallen, die Decke wird Dir auf den Kopf fallen! „Also habe ich mir überlegt“, erinnert sich Hans Peter Kurz, „etwas Sinnvolles zu machen, ein Ehrenamt zu übernehmen; ich wollte bewusst nicht durch eine Nebentätigkeit dazuverdienen, sondern mich sozial und ehrenamtlich engagieren.“

Hans Peter Kurz hatte mehrere Optionen im Sinn, aber als ehemaliger Kassier beim Schorndorfer Briefmarkensammler-Verein und langjähriger Sammler lag es nahe, sein philatelistisches Wissen ehrenamtlich in die Briefmarkenstelle der Diakonie Stetten einzubringen. Das macht der 76jährige aus Urbach nun schon seit 2005 Jahren mit großem Engagement und er zeigt keinerlei Ermüdungserscheinungen: „Ich will das so lange fortführen, wie meine Hilfe erwünscht ist und ich gesundheitlich dazu in der Lage bin“, sagt Hans Peter Kurz.

Mit den 15 Beschäftigten und Leiterin Rosemarie Voitl sorgt Hans Peter Kurz dafür, dass die von Unternehmen, Behörden, Kirchengemeinden und Privatpersonen gespendeten Briefmarken verkaufsgerecht aufbereitet werden, wobei der erfahrene Philatelist vor allem bei der Bewertung gespendeter Alben und beim Verkauf von Einzelmarken an Sammler gefragt ist.

Am Anfang, sagt Hans Peter Kurz, sei die Begegnung mit Menschen mit Behinderung für ihn durchaus gewöhnungsbedürftig gewesen. Inzwischen aber schätze er ihre Spontaneität, Wärme und Herzlichkeit außerordentlich und fahre gerne und mit großer Freude nach Stetten. „Mein Verhältnis zu Menschen mit Behinderung hat sich verändert. Früher war es stark von Mitleid geprägt, aber das braucht es gar nicht. Sie sind Menschen wie du und ich. Wichtig ist, dass man sie genauso respektiert wie jeden anderen auch.“